Bilder eines Abwesenden PDF Drucken E-Mail

Für die Dichter und besonders für diejenigen, die sich für die sozialen Nöte des Volkes einsetzen, war es nie einfach zu überleben und oftmals mussten oder müssen sie dazu auf die gleichen Mittel der Unterdrücker zurückgreifen, die sie in ihren Werken kritisieren. Die „Bilder eines Abwesenden“ versuchen, diesen schrecklichen Gegensatz zwischen dem Ideal und der Wirklichkeit eines Schriftstellers zu beschreiben. Dieser Gegensatz betrifft natürlich nicht nur die Künstler, sondern alle die, die für bessere Lebensbedingungen kämpfen. Wir glauben sogar, dass es heuchlerisch ist, zu behaupten, dass jemand, der mit dem System nicht einverstanden ist, seine geistigen und körperlichen Bedürfnisse derart  in der Lage ist einzuschränken, dass er, um sie zu befriedigen, niemals auf das System zurückgreift.
In diesem Stück wollen wir zeigen, dass die Hauptperson, der große chilenische Dichter Pablo Neruda, in seinem Werk klar den Kampf seines Volkes unterstützt hat - auch wenn er seine persönlichen Bedürfnisse decken musste. Darüber zu richten, wie er sie deckte, ist allerdings nicht unsere Aufgabe.

 

AUTOR: Gemeinschaftlich, frei nach dem Gedichtzyklus "Canto General" von Pablo Neruda
REGIE: Stefan Gurtner
TECHNISCHE ASSISTENZ: Franklin Almaráz
ASSISTENZ: René Fabián
PREMIERE: Januar 1998, Santiago de Chile (während des lateinamerikanischen Theatertreffens)
AUFFÜHRUNGEN: fast 20 in Bolivien, Chile und Argentinien
FESTIVALS:
  • Encuentro de Teatro Popular Latinoamericano , Santiago de Chile,1998
  • Encuentro de Teatro Popular, Santa Fé, Argentina, 1998
  • Encuentro de Teatro de „Triple Frontera", Monte Casero, Argentina,1998
  • Festival de Teatro de la Altura, El Alto, 1998
  • Encuentro Nacional de Teatro Breve, La Paz, 1998