VEREINBARUNG ZWISCHEN "TRES SOLES" UND FREIWILLIGEN PDF Drucken E-Mail

Diese vorliegende Vereinbarung, welche die unten stehenden Punkte beinhaltet, wird als Arbeitsvoraussetzung von Seiten des Vertreters von “Tres Soles”, Stefan Gurtner, der kollektiven Projektleitung  und des/der Freiwilligen unterzeichnet.

A) ARBEITSFELD

1.Die Wohngemeinschaft “Tres Soles” versteht sich als soziale Einrichtung, die sich der Ausbildung und Erziehung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Bolivien widmet, eine vollständige Hilfe und alternative Erziehung durch Kunst, Spiel und Selbstverwaltung anbietet und durch Stefan Gurtner und das Betreuerteam vertreten wird.

2. Die/der Freiwillige _____________________(Passnummer:_______________, Land:_________________) leistet ihren/ seinen unentgeltlichen Freiwilligendienst in unserer Einrichtung vom____________ bis zum____________ .

B) RECHTE UND PFLICHTEN

1. Der/die Freiwillige bekommt für seinen Dienst kein Taschengeld, keinen Lohn und auch sonst keinerlei finanzielle Entschädigung. "Tres Soles" bietet als Gegenleistung für die Arbeit, die der/die Freiwilligen mit den Kindern und Jugendlichen leistet, Verpflegung (bolivianisches Durchschnittsessen innerhalb der Wohngemeinschaft). Auf Wunsch bieten wir auch Unterkunft in einfachen Zimmern an, die allerdings mit anderen Freiwilligen oder Betreuern/innen geteilt werden müssen.

2. “Tres Soles” kommt für Gesundheitskosten (bis ca.100 Bolivianos) und  kleinere Arbeitsunfälle auf. Es ist zu erwähne, dass das bolivianische Gesundheitswesen ist von sehr schlechter Qualität ist. Bei schwereren Krankheiten und Unfällen kann „Tres Soles“ keine Verantwortung übernehmen. In solchen Fällen ist es ist  besser heimzureisen. Eine Auslandskranken – und Unfallversicherung und die nötigen Impfungen (Informationen gibt es im Tropeninstitut) sind unerlässlich.

3. Ausserdem ist zu bedenken, dass durch die Nahrungsumstellung Verdauungsprobleme auftreten können und der/die Freiwillige dem vorbeugen sollte (nur abgekochtes Wasser trinken, keine offenen Lebensmittel auf der Strasse kaufen und dort konsumieren, rohes ungeschältes Obst und Gemüse vermeiden – bei Zweifeln lieber nachfragen).

4. Der/die Freiwillige hat ein Recht auf eine geregelte Arbeits- und Freizeit. Die Arbeitszeit sollte acht Stunden täglich und fünf Tage pro Woche nicht überschreiten und wird je nach den Aktivitäten mit jedem/jeder Freiwilligen persönlich vereinbart. Ferien können nach Absprache genommen werden (in Bolivien sind drei Wochen pro Jahr üblich).

5. “Tres Soles” überträgt der/dem Freiwilligen Arbeiten und Aufgaben, wie Küchendienst, Arztbesuche, Hausaufgabenhilfe, Reinigung, Büroarbeiten und allgemeine Betreuung der Kinder. Diese Betreuung ist eine der Hauptaufgaben, der sich die/der Freiwillige zu widmen hat.

6. Die/der Freiwillige hat sich frühzeitig um Visum und Aufenthaltsbewilligung zu kümmern. Information gibt`s bei er Bolivianischen Botschaft.

7. Die/der Freiwillige muss über Grundkenntnisse des Spanischen verfügen.

8. Am Ende des freiwilligen Dienstes erteilt “Tres Soles” ein Zeugnis über die Qualität der Mitarbeit und die Leistungsfähigkeit der/des Freiwilligen.   

9. Für beide Seiten gilt eine Kündigungsfrist von anderthalb Monaten (siehe auch Punkt C5). Da es sich um einen freiwilligen Arbeitsdienst handelt, können keine Entschädigungs- oder Regressforderungen gestellt werden.

C) BEZIEHUNGEN ZU DEN KINDERN, JUGENDLICHEN UND JUNGEN ERWACHSENEN DES PROJEKTS

1. Der/die Freiwillige ist Teil des Betreuerteams. Aus diesem Grund sind Liebesbeziehungen der Freiwilligen zu den Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Projekts nicht erlaubt. Eine solche Beziehung beeinträchtigt die Qualität der erzieherischen Betreuung und schafft eine schlechte Stimmung in der Gruppe durch Neid und Eifersucht. Die/der Freiwillige verliert ausserdem an Respekt seitens der Gruppe. In diesem Zusammenhang weist „Tres Soles“ darauf hin, dass Geschlechtskrankheiten vorhanden sein können.

2.Der/die Freiwillige darf nicht in den Zimmern der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen übernachten. Auswärtiger Besuch muss dem Betreuerteam oder dem Tagesbeauftragen angekündigt werden.

3.In der Wohngemeinschaft ist es nicht erlaubt Alkohol, Zigaretten und Drogen zu konsumieren. Ausserhalb der Wohngemeinschaft ist es auch nicht erlaubt, sich in Begleitung der Jugendlichen zu betrinken und Drogen zu nehmen. Wir weisen darauf hin, dass in Bolivien ein sehr hartes Anti-Drogengesetz existiert.

4. Wenn der/die Freiwillige mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Wohngemeinschaft verlässt, hat er dies dem Tagesbeauftragten mitzuteilen und hat dafür zu sorgen, dass die jeweiligen Rückkehrregelungen eingehalten werden.

5. Alle Verstösse gegen das, auch hier gültige, Kinder- und Jugendschutzgesetz und die unter C genannten Punkte können, je nach Schwere, zur fristlosen Kündigung der Vereinbarung führen. In diesem Fall wird das Arbeitszeugnis, wie in Punkt B9 vorgesehen, durch eine einfache Arbeitsbescheinigung ersetzt.

Der/die Freiwillige akzeptiert alle Punkte dieser Vereinbarung und verspricht, sie während seines Arbeitsdienstes im Projekt einzuhalten.

 

Quillacollo - Cochabamba, den _______________________________

 

Freiwilliger ____________________            Vertreter "Tres Soles" ____________________