Wer ist der Leiter von Tres Soles? PDF Drucken E-Mail

Tres Soles hat keine Leitung im herkömmlichen Sinne, sondern wird von einem Team von vier Betreuern mit unterschiedlichen Berufen koordiniert, das sich „gemeinschaftliche Leitung" nennt.

Es ist ein von den Kindern und Jugendlichen selbstverwaltetes und selbstorganisiertes Projekt.

Wer allerdings aufmerksam die Website durchforstet, wird immer wieder auf den Namen Stefan Gurtner stoßen. Stefan Gurtner hat vor über 20 Jahren das Projekt gegründet. Auch wenn er unumstritten der "Kopf" des Projektes ist, beharrt er aus Überzeugung und Bescheidenheit darauf, dass jede Entwicklung und jedes Wachsen von Tres Soles auf die Gruppe selbst zurückzuführen ist.

Stefan Gurtner, geb. 1962 in Bern, Schriftsteller, Schauspieler, Theaterregisseur und Erzieher „begleitet" seit über 20 Jahren das Projekt.

Er verpflichtete sich als angehender Literaturstudent 1987 als Freiwilliger Helfer in einer Armenküche in La Paz, die Straßenkinder baten ihn zu bleiben, er gab sämtliche Literatur- und Studienpläne auf, gründete das Projekt Tres Soles und setzt sich seitdem bedingungslos trotz massiver Anfeindungen und Bedrohung für diese Kinder ein. (s.u. News: Rundbrief 2009 und „Geschafft! Zwanzig Jahre Tres Soles")

St.G. ist mit einer ebenfalls sehr engagierten Bolivianerin verheiratet, die das Projekt von Anfang an begleitet hat. Er hat 2 Töchter im Alter von 13 und 17 Jahren.

Er selbst sagt von sich:

"Ich verbrachte meine Kindheit in Gstaad, einem Winterkurort in den Alpen. Schon als Kind wollte ich Schriftsteller werden, aber nach meinem Schulabschluss machte ich vorerst eine Lehre als Innendekorateur, da der Berufsberater meinte, ich sei „künstlerisch" begabt. Ich übte diesen Beruf jedoch nie aus, denn ich hatte keine Lust, mit reichen Frauen darüber zu streiten, ob blaue oder rosarote Vorhänge zu ihren goldenen Wasserhahnen passten. Nach meinem Lehrabschluss arbeitete ich als Schiffsjunge, Gärtner und Hotelangestellter und war freiwilliger Mitarbeiter bei Amnesty International.

1984/85 unternahm ich eine lange Reise durch Südamerika, wo ich die „Abenteuer des Soldaten Milchgesicht" zu schreiben begann, einen geschichtlichen Roman, der die Eroberung des Inkareiches durch die Spanier beschreibt. Während dieser Erfahrung wurde mir klar, dass ich längere Zeit in Südamerika bleiben musste, um die Leute dort kennenzulernen und über sie schreiben zu können. Also verpflichtete ich mich 1987 als freiwilliger Mitarbeiter für ein Jahr in einem Sozialprojekt der Jesuiten in der bolivianischen Hauptstadt La Paz mit dem Vorsatz, nach meiner Rückkehr in die Schweiz Literatur zu studieren."

Wie man heute weiß, kam es zum Glück für diese Kinder und Jugendlichen, die keine Hoffnung und keine Zukunftsperspektiven hatten, ganz anders.......!