Das Jahr 2004 PDF Drucken E-Mail

Das Jahr 2004 fing wie immer mit einem guten Essen in der Silvesternacht an. Die Ferien gingen noch bis Februar. In dieser Zeit hatten wir Theaterproben, nähten Kostüme und stellten sonstige Utensilien für das Theaterstück "Der Fluch oder das Ende des Inka Imperiums" her. Das Stück wurde mehrere Male, immer wenn Touristen uns besuchten, aufgeführt.

Im Sommer machten wir einen Ausflug nach La Paz. Von dort aus starteten wir eine dreitägige Wanderung auf dem alten Inkaweg hinunter ins Tal zu der kleinen Stadt Coroico.

In diesem Jahr bekamen wir auch eine neue Mitarbeiterin. Tanja, eine Pädagogin, wurde eingestellt, um den Kindern bei den Schularbeiten zu helfen. In der Küche wurde Mario durch die Köchin Judith ersetzt.

Das traurigste Ereignis war der Tod unseres Freundes Eloy, der an einem Herzfehler starb.

Im Frühling, der hier im Oktober ist, veranstalteten wir ein spektakuläres Frühlingsfest, wo jeder irgendetwas präsentieren durfte. Es gab musikalische Auftritte mit Gesang und Gitarre, Hip Hop, aber auch ein Musical und kleine Theaterstücke.

Das Jahr 2004 war aber auch gleichzeitig das Jahr des "Capoeiras", einem Tanzkampf aus Brasilien. Wir stellten einen Trainer ein, der zwei- oder dreimal die Woche zu uns kam, um uns zu unterrichten. Wir lernten auch die typischen Instrumente kennen, wie z.B. das "Birimbeau" spielen. Zum Abschluss des Jahres organisierten wir ein Sportfestival in der Sporthalle von Quillacollo. Der Eintritt war ein Spielzeug, das wir sammelten und einen Tag vor Weihnachten in ein abgelegenes Dorf brachten, wo viele arme Kinder leben. Um für das Festival Werbung zu machen, klebten wir Plakate in die Busse und hatten auch zwei Fernsehauftritte, wo wir "Capoeira" spielten.

In diesem Jahr hatten wir auch drei deutsche Freiwillige bei uns. André und Sebastian für das ganze Jahr und Melanie für vier Monate.