Mein Cousin ist mein Vater PDF Drucken E-Mail

Die Geschichte handelt von einem Vater, der ständig seine Kinder misshandelt und unerklärlicherweise in einen kleinen Jungen verwandelt wird. Zusammen mit seinem Sohn, dem einzigen Zeugen seiner Verwandlung, schreibt er einen Brief an seine Frau, um sein plötzliches „Verschwinden" zu rechtfertigen, in dem er erzählt, dass er überraschenderweise verreisen musste und einen bisher unbekannten Cousin in der Familie zurücklässt. Somit verwandelt sich der Vater also in den Cousin seiner eigenen Kinder und erlebt nun alle die Misshandlungen, die er ihnen als Erwachsener angetan hat. Um diese so wirklichkeitsnahe und gleichzeitig so amüsante Geschichte zu „theatralisieren", hat die Theatergruppe „Ojo Morado" in einer zweieinhalbjährigen Projektarbeit im Hof von Tres Soles ein kleines Dorf aus Lehmziegeln gebaut. Im Haus der besagten Familie, in der Schule und im Frisörladen tummeln sich abwechslungsweise „echte" Schauspieler mit selbstgebauten Puppen.

Seit Jahren versucht die Theatergruppe „Ojo Morado" die traditionellen Formen des Theaters, bestehend aus Bühne und Zuschauerraum, aufzulösen. Zum ersten Mal wird auch mit audiovisuellen Bildern experimentiert, die die gespielten Szenen kommentieren und ergänzen sollen.

 

 

AUTOR: Gemeinschaftlich, frei nach der Erzählung „Mein Cousin ist mein Vater" der bolivianischen Schriftstellerin Gaby Vallejo
REGIE: Stefan Gurtner
ASSISTENZ: Anica Happich, Braulio Salas
TECHNIK: Lucio Cabezas (Licht), Rolando Tinta (Ton und Beamer), Ariel Montaño (audiovisuelle Bilder)
MUSIKALISCHE BEGLEITUNG: Henry Macías
KULISSEN: Omar Quispe, Braulio Salas, Gladys Loayza
PREMIERE: 31.Juli 2010 im Hof von Tres Soles
AUFFÜHRUNGEN: 4 in Tres Soles

 

Stefan Gurtner Stand: August 2010