Das Jahr 2015 PDF Drucken E-Mail

Die Freiwilligen berichten:

Der Februar startete direkt mit einem besonderen Sonntag. Am Ersten feierten wir den 26. Geburtstag von Tres Soles. Zu diesem Anlass kamen das gesamte Personal, einige ehemalige Solesianer und viele andere, die eine Verbindung zu Tres Soles pflegen. Der Pfarrer kam nach der Sonntagsmesse in die Wohngemeinschaft und feierte mit uns. Es begann sehr emotional mit einer mich und die anderen Besucher berührenden Messe. Im Anschluss gab es Tanzaufführungen von den Kindern und ein leckeres Mittagessen im mit Fähnchen und Luftballons geschmückten Innenhof. Wir schlossen den Tag mit Spielen wie Tauziehen, Sackhüpfen und Eierlaufen ab. Ein wirklich wunderbarer Sonntag.

Hier fängt das neue Schuljahr im Februar an. Das heißt es musste neues Material gekauft werden und alle
Bücher und sogar die Hefte eingebunden werden. Das war richtig viel Arbeit, aber mit der Hilfe der Großen hat es doch richtig Spaß gemacht.

Im  Mai haben wir Muttertag gefeiert. Allerdings in viel größerem Ausmaß als zuhause. Katharina und ich haben mit den Kindern fleißig hübsche Karten gebastelt, die sie Guisela, der „Chefin“, und den anderen Betreuerinnen strahlend geschenkt haben. Auch wenn Tres Soles nie die Liebe von den leiblichen Eltern ersetzen wird, ich finde, sie kommen der ziemlich nahe. Wir hatten eine sehr schöne Feier im Innenhof.

Drei Solesianer haben uns übrigens verlassen, drei neue durften wir begrüßen. Die Geschwister Wilmer (6), Alan (10) und Alejandro (12) sind aus einem anderen Heim, welches in Kürze schließen wird, zu uns gekommen. Ich mag sie total gerne, doch drei wilde Jungs machen den Geräuschpegel in der täglichen Hausaufgabenbetreuung nicht gerade kleiner.

Juni: Die Winterferien haben begonnen und für Katharina und mich steht jede Menge Arbeit an. Alle Solesianer sind jetzt wieder rund um die Uhr im Haus und wollen beschäftigt werden.  Alle können unseren Ausflug in den Nationalpark „Villa Tunari“ kaum noch erwarten.  Um Geld dafür zu sammeln, haben wir eine Kermess veranstaltet. Alle haben mitgeholfen, viele verschiedene, leckere Gerichte zuzubereiten, die wir dann nach dem Sonntagsgottesdienst verkauft haben.

Endlich war es Juli und für die Solesianer und Espinaler höchste Zeit ihre Koffer, kleinen Rucksäcke oder Plastiktüten zu packen. Der auserwählte Ort hieß Villa Tunari,  ein ökologisches und touristisches Paradies in dem Tropengebiet von Cochabamba. Mit der Hilfe von unseren Freunden und einer guten Teamarbeit auf unserer Kermess  konnten wir das Anfangsbudget verdreifachen und  drei Tage an diesem wundervollen Ort verbringen. Als noch alles ziemlich chaotisch war, die Zimmer noch nicht aufgeteilt, und der Regen immer noch nicht nachgelassen hatte, stand der kleine Diego neben mir, schaute mich an und sagte aus ganzem Herzen „Ellen, ich bin glücklich“. Einfach nur schön, oder?

Ellen und Katharina


Oktober:
Diesen Monat wurde das Theaterstück „Mein kleiner Orangenbaum“ aufgeführt. In der Theatergruppe sind viele Tres Soles-Kinder, Leute aus Luis Espinal, das Personal von Tres Soles und natürlich Stefan. Sie haben das Theaterstück zwei Jahre lang geprobt. Es wurde an drei Tagen aufgeführt und es hat mir sehr gut gefallen.

Alina

 

Das Stück wurde von Stefan und den Schauspielern nach dem gleichnamigen Buch des brasilianischen Autors José Mauro de Vasconcelos erarbeitet. Es handelt von einem Jungen Namens José, der sich von seiner Familie nicht verstanden fühlt und deshalb Freundschaft mit einem älteren Mann namens Manuel schließt und bei einem sprechenden Orangenbaum Zuflucht findet. Das Stück nimmt seinen Lauf und endet sehr tragisch, da Manuel bei einem Zugunglück stirbt und Josés Baum fast zur gleichen Zeit abgeholzt wird.
Was an diesem Stück vor allem für die Zuschauer besonders war, war, dass der Bereich für die Zuschauer in der Mitte der Bühne war, das Stück wurde um die Zuschauer herum aufgeführt! Alle waren sehr begeistert und auch Alina und ich waren schon gespannt, was als nächstes kommt!
Anna