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Schulabschluss und ein wichtiger Besuch PDF Drucken E-Mail

Stefan und Barbara Heumann, die bei uns zu Besuch waren, um Fotos für die Internetseite zu aktualisieren, nutzten die Gelegenheit und schossen einige Bilder von den Abschlussarbeiten für den Kunstunterricht in der Schule. Am 27. November ging das diesjährige Schuljahr zu Ende. Es fängt jedes Jahr am ersten Montag des Februars an und wird nur durch zwei Wochen im Winter und durch einige Feiertage unterrbrochen. Für den Kunstunterricht wurden Vasen aus Kartons und Pappmaché gebastelt, Stickereien gefertigt (Jungen und Mädchen!) und Häusermodelle gebaut. Man sieht wieder einmal, wie geschickt und künstlerisch veranlagt unsere Kinder und Jugendlichen sind. In diesem Zusammenhang möchten wir es nicht versäumen, Stefan und Barbara Heumann/Dachau und auch Silvan Greverus/München einmal öffentlich für die so liebevolle Pflege der Internetseite zu danken. Sie betreiben die Seite völlig freiwillig und ohne einen Cent dafür zu erhalten.

Stefan Gurtner, November 2015

 
Theaterprojekt "Mein kleiner Orangenbaum" PDF Drucken E-Mail


Mit drei Aufführungen  am 13., 14. und 15. Oktober auf dem Sportplatz in Tres Soles ist unser zweijähriges, erzieherisches Theaterprojekt „Mein Orangenbaum“ abgeschlossen worden. Das Drehbuch, die Kulissen und alles verwendete Material wurde wie immer von den Kindern und Jugendlichen der Theatergruppe „Ojo Morado“ selbst hergestellt. Das Stück wurde frei nach dem Jugendroman des brasilianischen Autors José Mauro de Vasconcelos inszeniert. Dieser Roman ist für mich persönlich eines der berührendsten und gleichzeitig härtesten Bücher der südamerikanischen Jugendliteratur. Es geht um José, einen frühreifen und altklugen Jungen, den niemand in seiner Familie versteht. Er findet Zuflucht bei einem sprechenden Orangenbaum und in der Freundschaft mit einem älteren Mann (Manuel). Die Kinder und Jugendlichen von Tres Soles konnten sich mit dieser Geschichte identifizieren, da sie viele Situationen aus ihrem eigenen Leben beinhaltet. Sie endet tragisch, als fast gleichzeitig Manuel in seinem Wagen von einem Zug überrollt und der Orangenbaum wegen einer Strassenverbreiterung abgeholzt wird.
Die Form der Inszenierung basiert auf der Kunstform Performance Art, es kommen selbst gedrehte Videos, Schauspiel, Lieder, ein drehbares Holzhaus und ein echtes Auto zum Einsatz.  Um das Publikum herum, das in der Mitte des Sportplatzes auf dem Boden sitzt, befinden sich die ‚Strasse‘, das Haus, der Obstgarten, ein Kiosk, an dem Manuel täglich seinen Kaffee trinkt, und die Leinwand, auf die die Videos projektziert werden.
Die Rollen Josés und seines jüngeren Brüderchens stellten uns vor einige Herausforderungen, da sie mit den jüngsten Mitgliedern der Theatergruppe besetzt werden mussten. Wir waren uns nicht sicher, ob der achtjährige Juvenal und der vierjährige Fabricio in der Lage sein würden, die Rollen zu spielen,  aber sie bestanden diese Herausforderung meisterlich, man kann es nicht anders ausdrücken. Am besten gefielen sie mir, wenn sie buchstäblich „spielten“. Fabricio ist der Sohn unserer Mitarbeiterin Gabriela, die die Backstube leitet. Was Juvenal betrifft, konnte er am  Schluss das ganze Stück in- und auswendig, nicht nur seine eigene Rolle, und half seinen älteren Kameraden, wenn wie nicht weiter wussten.
Die letzten Monate der Vorbereitung begleitete uns in der Rolle der Mutter, Melita del Carpio, von Beruf Schauspielerin und Literaturdozentin an der Universität von Cochabamba. Sie war erst vor einiger Zeit (Juli)  in Cochabamba auf der Bühne zu sehen. Ihr Ehemann Ramiro Áviles spielte die  Rolle des älteren Mannes und er stellte uns für die Theateraufführung auch seinen Wagen zur Verfügung. Unser Musiklehrer Ronald Dominguez war für die musikalische Begleitung verantwortlich.
Das Publikum bestand hauptsächlich aus Schulkameraden der Jungen und Mädchen, Mitgliedern der Pfarrei und Freunden und Familienangehörigen der externen Schauspieler. Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihren Einsatz und den würdigen Abschluss des Projekts.

Stefan Gurtner, Oktober 2015

 
Gelungenes Partnertreffen PDF Drucken E-Mail

                                Schweiz trifft Deutschland – Deutschland trifft Schweiz

 

Am Sonntag, dem 13. September, trafen sich erstmalig in größerem Rahmen Vertreter des Tres Soles Trägervereins Schweiz mit den Vertretern von Tres Soles in Deutschland zu Gesprächen in Mannheim, um sich nicht nur untereinander näher kennenzulernen, sondern auch über grundlegende Themen zu beraten, u.a. auch über die Finanzierung von Tres Soles in naher und ferner Zukunft. Angereist kamen Ursula und Walter Köhli (Vorsitzender Verein Schweiz) sowie Barbara und Stefan Heumann (ebenfalls Vorstand Schweiz). Die Gastgeber in Mannheim waren Karl-Heinz und Magda Keller (Keller (Erste Vorsitzende des Missio-eine-Welt-Kreises) und) und Günter und Hermine Haag (Buchhaltung). Ebenfalls anwesend war Sabine Jorkowski (als Freiwillige zuständig für das Sekretriat).   Die Begrüßung fiel sehr herzlich aus und die Gespräche fanden, wie die Fotos deutlich zeigen, in lockerer, entspannter und wertschätzender Atmosphäre statt und spiegelten sowohl den Ton und als auch den Umgang wider, mit dem das Projekt, in der Person von Stefan und Guisela Gurtner seinen Partnern und Unterstützern gegenüber tritt.
Nach einer Pause, bestehend aus einem gemeinsamen Mittagessen und einem kleinen Spaziergang, wurden die Gespräche zuhause bei Familie Keller fortgesetzt, bis die Teilnehmer schließlich am Abend höchst zufrieden mit dem Verlauf des Treffens wieder auseinandergingen. Alle waren sich einig, dass der Gedankenaustausch- ganz im Sinne von Tres Soles-  von äußerster Wichtigkeit und für alle sehr informativ und aufschlussreich war. Der Grundstein für ein jährliches Treffen in diesem Rahmen ist damit nun zweifelsohne gelegt!                                                                                                                     

 
Gemeinschaftlicher Ausflug von der Wohngemeinschaft „Tres Soles“ und dem Studentenwohnheim „Luis Espinal" PDF Drucken E-Mail

Mit Beginn des Monats Juli wurde es für die Solesianer und Espinaler höchste Zeit ihre Koffer, kleinen Rucksäcke oder Plastiktüten zu packen. Anders als in den vorangegangenen Jahren wurde dieses Jahr schon eine Woche vorher und früher mit dem Packen begonnen.
Das auserwählte Ausflugsziel, ökologisch intakt auf Grund seiner vielen Nationalparks und ein Touristenparadies im tropischen Cochabamba, besser bekannt als Villa Tunari, hieß in früheren Zeiten San Antonio, benannt nach den wenigen beherzten Personen, die einst den Mut hatten, das Gebiet zu erforschen.
Zunächst einmal mussten wir uns jedoch folgende Frage stellen: „Ist es möglich mit nur 2000 Bolivianos mit 60 Personen an einen der schönsten und teuersten Orte des Landes zu fahren?“
Die Antwort lautete „Nein“. Allerdings leben wir in Bolivien, wo man so manches Unmögliche möglich machen kann. Außerdem konnten wir auf Mitarbeiter zählen, die, wenn auch anfänglich etwas verzagt, sich einig waren und im Laufe der Zeit perfekt zusammengearbeitet haben, auf unermüdliche Freiwillige und auf den brennenden Wunsch auf unvergessliche Ferien. Und so kam es, dass „Solesianer“, „Residenzianer“, Freiwillige, Mitarbeiter, die Freunde in Quillacollo und nicht zu vergessen die Kirchengemeinde „Santísima Trinidad“, sie alle sich zusammen getan haben, um diesen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen. Wir haben unsere Rucksäcke mit leckerem „Fricase“, genialer „Sopa de Mani“, geschmackvollem „Pampaku“, wundervollem „Pique“, exzellent zubereitetem „Charquekan“ und einem unglaublichen Kartoffelsalat, mit viel Liebe gemacht, gefüllt, um die Besucher nach dem Sonntagsgottesdienst mit diesen Leckereien anzulocken und möglichst viel davon zu verkaufen. Der Plan ging auf und es hat alles bestens geklappt.Dass dann der Bus am Ausflugstag erst mit stundenlanger Verspätung kam, dass wir der sogenannten “hora boliviana” (bolivianischen Uhrzeit) alle Ehre gemacht haben, ist eine andere Geschichte. Auch dass unsere Mitarbeiter von tausend tropischen Insekten und anderen Tieren attackiert wurden, bleibt als eine von vielen Anekdoten in Erinnerung und all dies lässt uns heute nur noch schmunzeln.
Das Wichtigste ist, dass alles funktioniert hat. Mit Hilfe unserer Freunde und einer guten Teamarbeit war es möglich unser Anfangsbudget zu verdreifachen und somit drei Tage an diesem wundervollen Ort zu verbringen.
Das Schönste ist, die Freude in den Augen der Kinder zu sehen, die uns so sehr brauchen,  und ihnen zuzuschauen, wie sie unbeschwert ohne Unterlass in der Unterkunft herumtoben und mit „Pancho“ (einem Wildschwein) spielen. Für uns war es in dem Moment nicht wichtig, dass ausgerechnet Chile den Fußballpokal (den Copa America)  gewinnen musste, für uns zählten nur die Gemeinschaft und der Zusammenhalt. Wir haben diese schönen Momente sehr genossen, besonders bei diesem traumhaften Wetter und der wunderschönen Natur.
Es war einfach toll im „Parque Machía”, im “Centro de Preservación Ecológica La Hormiga” und in “Incachaca”.

(geschrieben von Jorge Copa, Psychologe).

September 2015

 
Neuerscheinung PDF Drucken E-Mail

Wer das erste Buch gelesen hat, dem brauche ich nicht viel über den Fortsetzungsband zu erzählen. Außerdem wird schon alles Wichtige im angehängten Flyer gesagt. In jedem Fall bietet das Buch wieder einen spannenden Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Letztere wird von Stefan einfühlsam durch die Schicksale der Kinder untermauert. Die Bandbreite reicht von ”tief berührt sein” bis zu “herzhaftem Lachen”.  Stefans Humor ist bekanntermaßen herzerwärmend. Wer zwischen den Zeilen liest, wird bemerken, dass er hin und wieder ein kleines Fensterchen öffnet, das tiefe Einblicke in seine Seele erlaubt- und in menschliche Abgründe; Einblicke, die Erlebtes erahnen lassen jenseits dessen, was wir uns vorstellen können. Das Buch ist nicht nur ein spannender Roman, es dürfte auch für  Erzieher und Pädagogen mit den vielfältigen Ideen zu “kreativer” Erziehung äußerst anregend sein.

Sabine Jorkowski

 
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