News
Impressionen Lesereise 2017 PDF Drucken E-Mail

p1020163 Hamburg p1020171 Hamburg 20171006 095359 Hamburg img 5939 Neustadt a.d.Weinstrasse img 5942 Neustadt a.d.Weinstrasse img 5944 Neustadt a.d.Weinstrasse 1-01 cid 03f3e3c5-86de-d49e-7d19-f6721088a69fyahoo St.Stefan ob Stainz 1-06 cid 18a4e0b4-9712-d3f5-69e1-1fdb36ff4f03yahoo St.Stefan ob Stainz 1-10 cid abc8ca15-6159-ae8a-ae81-80cd8e0372bbyahoo St.Stefan ob Stainz 1-14 cid eb3b578a-5321-bd36-6c32-a0159620e7c4yahoo St.Stefan ob Stainz 1-15 cid ed0add7b-b761-f587-6912-4c01b0846b81yahoo St.Stefan ob Stainz img 4064 Krems img 4073 Krems img 4074 Krems img 4075 Krems img 5983 Ebersberg img 5987 Ebersberg img 5994 Ebersberg img 5977 Ebersberg img 5995 Ebersberg img 5989 Ebersberg img 6001 Ebersberg img 6004 Dachau img 6007 Dachau img 6009 Dachau

 
Brandschutz PDF Drucken E-Mail


Am 8. März 2017 brach in einem staatlichen Kinder- und Jugendheim in Guatemala ein Brand aus. Über 40 Mädchen im Alter von 14-17 Jahren starben, weil sie eingeschlossen waren und es keine Notausgänge gab. Leider wird auch der Brandschutz in Bolivien nicht besonders gross geschrieben. Die Behörden überhäufen uns zwar mit bürokratischen Auflagen, haben aber nie ein Brandschutzkonzept oder einen Evakuierungsplan von uns verlangt. Trotzdem haben wir in Tres Soles und Luis Espinal schon seit Jahren Feuerlöscher. Letztes Jahr wurde zum ersten Mal unter der Anleitung von Spezialisten eine Löschübung abgehalten.
Ein Problem, das wir dringend lösen mussten, war das folgende: Aufgrund der besonderen Problematik, die ‚unsere‘ Jugendlichen mit sich bringen, müssen die Schlafräume der grösseren Jungen und Mädchen strikt getrennt werden. Die Jungen haben ihre Zimmer im Untergeschoss, die Mädchen im Obergeschoss. Um zu verhindern, dass sie sich gegenseitig nachts aufsuchen, wird der Zugang zum Obergeschoss abgeschlossen. Den Schlüssel zu dieser Tür hat die Nachtbetreuerin, die zusammen mit den Mädchen im Obergeschoss schläft. Sollte ein Brand ausbrechen und die Nachtbetreuerin aus irgendeinem Grund nicht reagieren können, würde sich das Obergeschoss in eine tödliche Falle verwandeln. Darum hat unser Hausmeister und Nachtbetreuer eine Leiter entworfen und fabriziert, die durch das Kappen eines Drahtes heruntergelassen werden kann und als Notausgang dient. Vor einigen Tagen haben wir mit allen Betreuern, Kindern und Jugendlichen eine Übung abgehalten und die Bewohner des Obergeschosses erfolgreich evakuiert.
Anderswo ist es selbstverständlich, dass solche Brandschutzkonzepte und Fluchtpläne schon beim Bau eines Gebäudes berücksichtig werden, hier muss man kreativ sein und selber Hand anlegen. Alle Schilder und Anleitungen wurden von den Jugendlichen selbst entworfen und gemalt. Gott möge verhindern, dass wir sie je in einem Ernstfall anwenden müssen, aber wie besagt das bekannte spanische Sprichwort: „Es ist besser zu verhüten, als sich zu beklagen.“

Stefan Gurtner, August 2017

 
Veröffentlichung von Theaterbändchen PDF Drucken E-Mail


Schon immer war es uns ein Anliegen, die Arbeit unserer Theatergruppe Ojo Morado einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und somit das Selbstvertrauen der jungen Schauspieler und Schauspielerinnen zu stärken. Im Jahr 2004 kamen im Verlag Los Amigos del Libro, mit der Unterstützung der Kulturstiftung Arnoldo Schwimmer, fünf unserer Theaterstücke in Form eines kleinen Taschenbuchs heraus: ‚Das Phantasieland’, ‚Der Blindenführer von Choqueyapu’, ‚Der kleine Prinz’, ‚Der Kinderkreuzzug’ und ‚Bilder eines Abwesenden’. Leider verstarb Werner Guttentag, der Besitzer des Verlages, bald darauf und auch die Stiftung hörte auf, aktiv zu sein. Da unsere Theatergruppe jedoch weiterhin Theaterstücke inszenierte und aufführte, wäre es unserer Meinung nach bedauerlich gewesen, wenn die nachfolgenden Drehbücher nicht auch veröffentlicht worden wären.
„Wir wollen, dass die Gesellschaft die Arbeit, die wir leisten, wahrnimmt und zeigen, zu was wir fähig sind“, heißt es in der von den jugendlichen Schauspielern selbst festgelegten Zielsetzung. Diese wurde in die Planung von Tres Soles aufgenommen und bedeutete die Veröffentlichung von drei weiteren Theaterbändchen: ‚Der Fluch oder das Ende des Inkareiches’, ‚Der Herr der Fliegen in Bolivien’ und ‚Mein Cousin ist mein Vater’.
Diese Drehbücher, die in unserem ‚Miniverlag’, wie wir ihn nannten,  druckreif bearbeitet wurden, waren logischerweise einfacher gestaltet als die, die in Los Amigos del Libro herausgegeben wurden, aber dank der Mithilfe einer ehemaligen Lektorin des Verlags und der Druckereiangestellten, sahen auch sie durchaus akzeptabel aus.
Aus finanziellen Gründen musste der ‚Miniverlag‘ aus unserem Programm gestrichen worden. Dank einer zweckgebundenen Spende von Tres Soles-Schweiz konnten wir jetzt die Idee wieder aufnehmen und das Theaterbändchen ‚Via Crucis tradicional‘ (‚Traditioneller Kreuzweg‘) veröffentlichen, diesmal unter dem Verlagssiegel von ‚No digas nada‘ und mit Illustrierungen.
Unter ´Theater Ojo Morado´  auf unserer Webseite kann man Näheres zu dem jetzt erschienenen Theaterbüchlein sowie zu unseren anderen Produktionen erfahen.
Wir hoffen, dass wir in den nächsten Jahren weiter mit diesem kleinen, engagierten Verlag arbeiten und weitere Bändchen veröffentlichen können.

Stefan Gurtner, August 2017

 
2. Treffen der Schweizer und deutschen Partner von Tres Soles PDF Drucken E-Mail

Bei dem erstmaligen Treffen der Verantwortlichen in der Schweiz und in Deutschland von Tres Soles im letzten Jahr war die jährliche Wiederholung beschlossene Sache. Gesagt, getan! Am Sonntag, dem 2. Oktober 2016, trafen sie wieder zusammen: Ursula und Walter Köhli (Vorsitzender Verein Schweiz), begleitet von Lotti und Stefan Guttentag (Kassenwart Tres Soles Schweiz), Barbara und Stefan Heumann (Aktuar Tres Soles Schweiz), Sabine Jorkowski und die Gastgeber in Mannheim Karl-Heinz und Magda Keller (Erste Vorsitzende des Missio-eine-Welt-Kreises) und Günter und Hermine Haag (Buchhaltung).
Einvernehmlich wurde die Tagesordnung abgearbeitet, deren wichtigster Punkt die Finanzierung des Projekts ist. Da der Verfall des Euro und die Inflation die Kosten innerhalb von 10 Jahren verdoppelt haben, wurde bereits im letzten Jahr von Stefan Gurtner ein Sparpaket geschnürt. Das Problem bei der Finanzierung von spendenabhängigen Projekten ist, dass Spenden, anders als feste Einnahmen, nicht wirklich kalkulierbar sind. Der Geldfluss in 2016 sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz gibt jedoch zu der Hoffnung Anlass, dass wir die  Ziele des Sparpakets auch im kommenden Jahr werden erreichen können.
Das Ehepaar Köhli berichtete von seinem Besuch mit einer Reisegruppe in Tres Soles im Juli und zeigte sich sehr beeindruckt von der Entwicklung des Projekts (s.u. News „Schweizer Besuch bei Tres Soles - 20. Juli 2016“). Auch bei diesem Besuch riefen die Jugendlichen großes Erstaunen hervor, mit welchem  Selbstverständnis und Selbstbewusstsein sie über ihre jeweiligen Aktivitäten vor den für sie fremden Besuchern berichteten.
Das Ehepaar Heumann war im November 2015 zu Besuch in Tres Soles und unterstrich diese Aussagen. Da sie die Website von Tres Soles bearbeiten, fühlte es sich nach den Worten von Barbara Heumann weniger wie ein Besuch an, sondern mehr wie ein Nachhausekommen.
In harmonischer, aufgelockerter Stimmung wurde das Treffen mit einem abschließenden Kaffeetrinken bei Familie Haag beendet und alle waren sich einig: Es geht nichts über diesen persönlichen, jährlichen Austausch, der unbedingt beibehalten werden muss. Alle freuen sich bereits auf das gemeinsame Wiedersehen im nächsten Jahr!

Sabine Jorkowski, Oktober 2016

 
Schweizer Besuch bei Tres Soles - 20. Juli 2016 PDF Drucken E-Mail

Eine Reisegruppe entdeckungsfreudiger Kirchgemeindemitglieder aus Speicher und Alterswilen Schweiz machte sich auf den Weg über den Atlantik. Nicht zufällig hatten sie Bolivien als Reiseziel gewählt.
Nebst einzigartigen Landschaften und kulturellen Sehenswürdigkeiten freuten wir uns ganz besonders auf den Besuch des Kinder- und Jugendprojektes " Tres Soles" und des Lehrlings- und Studentenheims "Luis Espinal". Mit grossen, staunenden Augen und offenen Ohren lassen wir uns von Stefan Gurtner und auch von den Jugendlichen selbst durch alle Wirk- und Werkstätten führen. Für uns Aussenstehende ist es kaum nachvollziehbar, dass die fröhlichen und selbstbewusst wirkenden Kinder und Jugendlichen schon viele schmerzhafte Lebenserfahrungen vor ihrem Eintritt in Tres Soles hinter sich haben. Von den jungen Menschen lernen wir an den Waschtrögen, in der Schreinerwerkstatt, in der Backstube, im Musikzimmer, in der Karten- und Nähwerkstatt sehr viel über den lebensschulenden Alltag in der Wohngemeinschaft. Das sogenannte "Kompetenzzentrum" von Tres Soles, die Theaterwerkstatt, führt uns in eine ungeahnte Vielfalt therapeutischer, pädagogischer und handwerklicher Übungsfelder, deren Wirkung wir nur ansatzweise erahnen können. Die "angehende Schauspielerin" vermittelt uns nicht auswendig Gelerntes, sondern erlebte Praxis.
Herzliche "hasta la proxima"-Rufe machen uns den Abschied von dieser einzigartigen "Lebens-Insel" schwer.

Nach kurzer Busfahrt erreichen wir L u i s  E s p i n a l:
"Aus baufälligen Mauern und maroden Einrichtungen ist in den letzten Jahren mit viel Arbeitseinsatz eine farbenfrohe und zweckmässige Wohn- und Lernstätte entstanden", berichtet uns Stefan Gurtner bei der Ankunft. Unser Rundgang kann dies nur bestätigen. Fast ein Ding der Unmöglichkeit, wenn wir die Bilder von "vorher" auf der Internetseite betrachten.
Die Lebensgemeinschaft hier fordert von den jungen Erwachsenen eine beträchtliche Portion Eigeninitiative und Selbstdisziplin, bevor sie dann den Schritt ins selbstbestimmte Leben tun.

Guisela und Stefan Gurtner und allen Mitwirkenden ein ganz herzliches Dankeschön für diese unvergesslichen Einblicke in die unermessliche Arbeit und die grosse Menschenliebe, die Ihr alle lebt!

Ursula und Walter Köhli (Im Namen der Reisegruppe von Speicher und Alterswilen /Schweiz)
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

August 2016

 
«StartZurück1234567WeiterEnde»

Seite 4 von 7


Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.