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Treffen von ehemaligen Solesianern PDF Drucken E-Mail

Am 27. und 28. August hat in Quillacollo, wo sich das Projekt befindet, zum dritten Mal das Treffen von ehemaligen Solesianern stattgefunden. Es haben insgesamt 36 Personen teilgenommen, von denen 30 ehemalige Bewohner von Tres Soles und 6 ihre Lebenspartner und/oder Kinder waren. Die ehemaligen Solesianer kamen teilweise aus La Paz, El Alto und Tarija, einer sogar aus Argentinien angereist. Es waren: Juan José Canazas, Benjamin Chambi, Gladys Concha, Emilio Mamani, Cristina Barrero, Anahí Barrero, Fabiola Peredo, José Esmir Pinto, Alexander Mamani, Mery Morales, Mario Ortuño, Margarita Fernandez, Rosmery Concha, Nelson Vásques, Mario Paxi, Teófilo Quispe, Joaquín Verasteguí, Ariel Corrales, Darwin Mamani, Ruth Fernandez, Omar Quispe, Juan Carlos Barrero, Braulio Salas, Lucio Cabezas, Juan Jassiel Vásques, Marcelo Vásques, Mario Huayhua, Esteban Fuentes, Héctor Fuentes, Claudia Fuentes.
Für uns ist natürlich nach fast drei Jahrzehnten Arbeit, in denen schon mehr als eine Generation unser Projekt durchlaufen hat, interessant zu erfahren, was aus ihnen geworden ist. Das Treffen wurde mit einem „Talentabend“ eröffnet, wo alle, die Lust hatten, etwas Künstlerisches darbieten konnten. Höhepunkt war ohne Zweifel der Auftritt von Mario Paxi als Clown. Er eroberte die Herzen der Kinder im Handumdrehen. Alle waren förmlich hingerissen, nicht nur die Kleinsten. Mario gehörte Anfang der  90 er Jahre zum Projekt. Er ist mit Rosmery, einer anderen ehemaligen Bewohnerin von Tres Soles, verheiratet. Heute arbeitet er mit seinen drei auch schon erwachsenen Söhnen als selbständiger Clown und Magier in der Stadt El Alto.
Am darauf folgenden Morgen gab es eine Gesprächsrunde, zusammen mit den aktuellen Bewohnern der Wohngemeinschaft, in der man sich gegenseitig vorstellte und Erfahrungen ausgetauschte.  Auch die gegenwärtige Lage des Projekts und seine Perspektiven wurden kurz angesprochen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen, das unser Koch Braulio, der als Kind und Jugendlicher ebenfalls Mitglied von Tres Soles war, liebevoll zubereitet hatte, klang das Treffen bei Spiel und Sport aus.
Stefan Gurtner, November 2018

 
4. Treffen der Verantwortlichen von Tres Soles in der Schweiz und in Deutschland PDF Drucken E-Mail

Am Sonntag, dem 2. September 2018, trafen sich in üblicher Runde:
Ursula und Walter Köhli (Vorstand Tres Soles Verein Schweiz) und Barbara und Stefan Heumann (Aktuar Tres Soles Schweiz und Verantwortliche der Tres Soles-Website), Karl-Heinz und Magda Keller (Erste Vorsitzende des Missio-Eine-Welt-Kreises, Mannheim) und Günter und Hermine Haag (Buchhaltung, Mannheim) und Sabine Jorkowski. Es fehlten aus dem Schweizer Vorstand Lotti und Esteban Guttentag (Kassier).

Das Treffen fand wie immer in Mannheim statt.


Einvernehmlich wurde die dieses Mal recht umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet. Die Finanzen mussten zwischen der Schweiz und Deutschland abgestimmt werden. Die finanzielle Lage ist, wenn es nicht zu einem drastischen Spendeneinbruch kommt, momentan tragbar. Allerdings sind die staatlichen Auflagen von bolivianischer Seite aus nicht kalkulierbar, so dass man keinesfalls von einer entspannten Finanzlage sprechen kann.
Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war der Datenschutz, der vor allem die Website von Tres Soles betrifft, für die Barbara und Stefan Heumann verantwortlich zeichnen und mit großem Engagement für Aktualität sorgen. Engagement wird im Kreis der Verantwortlichen generell groß geschrieben, was sowohl auf den Schweizer Träger Verein zutrifft als auch auf die langjährigen Akteure in der Pfarrei St. Konrad, die Familien Keller und Haag.
Viel zu schnell geht so ein gemeinsamer Tag vorbei, an dem auch der persönliche Austausch nicht zu kurz kommen darf. Darüber sind sich alle einig und freuen sich auf das nächste Treffen, das voraussichtlich wieder an dem ersten Septemberwochenende 2019 stattfinden wird.

Sabine Jorkowski, September 2018

 
Generalversammlung des Trägervereins in der Schweiz PDF Drucken E-Mail

Am 26. Mai 2018 fand die jährliche Generalversammlung des Trägervereins Tres Soles Schweiz in Allmendingen bei Thun statt.

Auf den beiden Fotos sieht man: den 1. Vorsitzenden Walter Köhli, den Kassier Esteban Guttentag, die beiden Kassenprüferinnen Elsbeth Karlen, Elsbeth Pörteners-Hauswirth, sowie den Aktuar (Schriftführer Stefan Heumann).

August 2018

 
Ein neues Dach für Tres Soles PDF Drucken E-Mail

Das Dach von Tres Soles hat genau 20 Jahre gehalten. Als wir 1998 das Haus bauen ließen, wurde es mit Eternitplatten gedeckt. Es hat das Haus und seine Bewohner vor der starken, tropischen Sonne und vor den sintflutartigen Regenfällen, die in diesen Breitengraden vorkommen, geschützt – und seinen Tribut dafür bezahlt.
Die diesjährige Regenzeit war besonders heftig. Nach einem überaus starken Hagelschlag gab es in den Bergen oberhalb des Tals von Cochabamba einen Felssturz. Die Stein- und Erdmassen stauten einen Bach. Schliesslich durchbrach das Wasser diesen künstlichen Damm und eine Schlammlawine ergoss sich über ein Nachbardorf von Quillacollo (wo wir wohnen). Es gab mehrere Tote zu beklagen und die Schäden waren enorm.
Am Morgen nach der Katastrophe in diesem Nachbardorf wurden an der Gipsdecke des obersten Stockwerks des Gebäudes von Tres Soles - wo sich das Psychologiekabinett, die Backstube, die Näh- und Kartenwerkstatt sowie die Aufgabenhilfe befinden – große, feuchte Flecken sichtbar. Als wir auf das Dach stiegen, um nachzuschauen, was los war, trauten wir unseren Augen nicht: die Eternitplatten hatten überall Risse und an einigen Stellen waren sie regelrecht zerbröselt.
Unser Freund Ludwig März vom Verein Inti Runa in Zwingenberg sagte, nachdem er die Fotos gesehen hatte, dass Eternit eigentlich viel länger als 20 Jahre halte und die Platten sicherlich durch die extreme UV-Einstrahlung, die hier  den größten Teil des Jahres herrscht, beeinträchtigt gewesen seien. Wir dürfen nicht vergessen, dass Bolivien  in den Tropen und Tres Soles immerhin auf einer Höhe von 2600 Metern liegt. Ebensowenig dürfen wir vergessen, dass die Produkte, die hier hergestellt werden, nicht dieselbe Qualität haben wie in Europa. Unser Freund von Inti Runa ließ es übrigens nicht bei Worten bewenden, sondern war sofort bereit, für das neue Dach eine zweckgebundene Spende zur Verfügung zu stellen. Wir sind für diese Spende sehr dankbar, auch dafür, dass uns nichts Schlimmeres passiert ist.

Stefan Gurtner, Juni 2018

 
Pferdetherapie PDF Drucken E-Mail

Was machst du in der Pferdetherapie?

– Ich reite auf einem Pferd.

Erzähl mir doch ein bisschen von deinen Erfahrungen, die du gemacht hast!
Wenn ich reite, mache ich Übungen. Zum Beispiel muss ich meine Beine anziehen und danach wieder hängen lassen. Ich drehe mich auch mal im Kreis im Sattel, was die Lehrerin eine Runde um die Welt nennt. Außerdem habe ich gelernt meine Zügel richtig zu halten.

Wie lange machst du das schon?

– Eine Einheit dauert eine Stunde und bis jetzt bin ich drei Monate zur Therapie gegangen.

Wie oft gehst du in der Woche dorthin?

– Ich gehe zweimal in der Woche.

Was war bisher das Beste?

– Das Beste war, dass mich die Lehrerin viel gelobt hat.

Wie vereinbarst du das mit der Schule?

– Ich mache erst meine Hausaufgaben und später gehe ich zu den Pferden. Danach lerne ich.

Wie heißt dein Pferd?

– Ich habe erst vor kurzem mein Pferd gewechselt. Erst war es Brisa und das Pferd, das ich jetzt reite, heißt Dino.

Wie ist Brisa so?

– Brisa ist grausilbern und hat eine blonde Mähne. Manchmal ist sie eine Zicke, aber sie ist auch sehr süß.

Was musst du machen, bevor du reitest?

– Als Erstes mache ich das Pferd sauber. Danach muss ich die Decke und den Sattel auflegen und dann das Zaumzeug.

Sind bei der Therapie noch andere Kinder?

– Ja, ich gehe immer in einer Gruppe von fünf bis sechs. Ich reite zusammen mit Kindern aus Tres Soles, aber einige sind auch nicht von dort.

Weißt du, wie sie heißen?

– Sie heißen Rodrigo und Alejandro.

Gefällt es dir bei den Pferden? Was gefällt dir?

– Ja, mir gefällt es sehr gut und das Beste ist zu Traben.

Ist die Therapie in der Nähe von Tres Soles?

– Ja.

Wie lange dauert der Weg?

– Circa 30 Minuten.

Welches Verkehrsmittel nehmt ihr?

– Wir fahren mit einem Trufi der direkten Linie Antofagasta.

Wie fühlst du dich, wenn du reitest?

– Mich erstaunen die Pferde und ich fühle mich frei, wenn ich reite.

Ein Junge, 14 Jahre alt/ Ein Mädchen, elf Jahre alt

 
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